Bioresonanztherapie, eine Erklärung
Wir sind gewöhnt, alles zu greifen, zu messen, zu wiegen und dann unser Urteil zu fällen. Dinge, die nicht in dieses Schema passen, sind uns nur schwer zugänglich. Hier liegt eine gewisse Schwierigkeit, die Funktionsweise der Bioresonanztherapie zu verstehen. Die Bioresonanztherapie ist eine biophysikalische Therapie, sie ist nur unter Einbeziehung funktioneller und kybernetischer Modelle zu begreifen. Die Bioresonanztherapie ist eine Therapie mit patienteneigenen biophysikalischen Schwingungen.
Was bedeutet das jetzt genauer?
Leben ist nur möglich, wenn drei Voraussetzungen gegeben sind:
1. Materie 2. Energie 3. Information
Seit Isaac Newton (Ende des 17. Jahrhunderts) ist die Materie der Urgrund allen Seins. Die materialistische Denkweise ist die Basis der heutigen Naturwissenschaft, das ändert sich erst allmählich. Aus biophysikalischer Sicht müsste es heißen: der wirkliche Urgrund allen Seins ist die Energie und die Materie ist nur eine verdichtete Sonderform der Energie. Um das Leben allerdings zu verstehen, kann man sich einen weiteren Faktor vorstellen, ein immaterielles Etwas, dass das Funktionieren und die Steuerung all der unzähligen, im materiellen Bereich ablaufenden Vorgänge regelt. Leben ist demnach also nicht Zustand, sondern Funktion, die einer Steuerung bedarf. F.A. Popp hat es so formuliert:
"Dass Leben nicht zu einem chaotischen Brei chemischer Reaktionen entdifferenziert, kann nur mit dem Vorhandensein physikalischer Steuerungsvorgänge erklärt werden"
In jeder Zelle laufen in jeder Sekunde unzählige biochemische Vorgänge ab. Alle Versuche dies auf biochemischer Ebene zu erklären, sind bisher gescheitert - biophysikalisch wären sie erklärbar. Und damit wären wir bei der Information, die nach Norbert Wiener, dem Begründer der Kybernetik, weder Energie noch Masse ist, sie ist eine dritte immaterielle Größe, vergleichbar einer Nachricht von einem sendenden (oder die Information beinhaltenden) System an ein empfangendes System. Allerdings kann eine Information nur dann etwas bewirken, wenn sie verstanden wird (das gilt natürlich auch für diesen Text), sie muss systemadäquat sein. Die Bioresonanztherapie bedient sich dabei des folgenden Denkmodells: Es gibt zwei voneinander getrennte Funktionsebenen, die materielle Ebene und die Informationsebene, die dem materielle Bereich übergeordnet ist, auf der die Steuerungs- und Regulierungsprozesse ablaufen. Die Informationsebene ist also ausnahmslos allen Funktionsabläufen im stofflichen Bereich übergeordnet, das bedeutet aber auch, dass alle Funktionsabläufe von dort beeinflusst werden können. Theoretisch eigentlich ganz einfach, allerdings besteht da natürlich die Schwierigkeit Zugang zu diesem System zu erhalten. Eine passende Information wäre da ein passendes homöopathisches Mittel. Oder die
Bioresonanztherapie
Der wichtigste Beitrag zu dieser Therapie kam von dem deutschen Arzt Franz Morell, der durch die Beobachtung bestimmter Phänomene bei der Elektroakupunktur bestimmte biophysikalische Schwingungsinformationen vermutete. Seine Idee war es nun, dieses Eigenschwingungssspektrum des Patienten zur Therapie zu benutzen, indem die im Patienten wirksamen elektromagnetischen Signale über Elektroden abgegriffen werden, im Bioresonanztherapie-Gerät modifiziert und als wirksame Therapieschwingung wieder an den Patienten zurückgeleitet werden. Das Schwingungssystem des Patienten wird mit seinen eigenen Schwingungen konfrontiert und kann und muss darauf reagieren. Die Information ist, da sie vom Patienten stammt, mit Sicherheit systemadäquat, was für keine andere Therapieart (mit Ausnahme des echten homöopathischen Simile) zutrifft. Eine „Eigenschwingungstherapie“ wie die Bioresonanztherapie, hat nach dieser Idee automatisch und per Definition ein absolut universelles Anwendunggspektrum. Der Indikationsbereich umfasst praktisch alles, was an behandlungsbedürftigen Krankheiten und Störungen vorkommt, seien sie akut oder chronisch, organisch oder funktionell, manifest oder erst in der Entwicklung begriffen. Literatur: Bodo Köhler, Biophysikalische Informations-Therapie Einführung in die Quantenmedizin Gustav Fischer Verlag Peter Schumacher, Biophysikalische Therapie der Allergien Sonntag Verlag Martin Keymer (Hrsg.), Bicom-Resonanz-Therapie (BRT) Diagnose- und Therapiesystematik im ultrafeinen Bioenergiebereich Haug Verlag Und nicht ganz so wissenschaftlich: Reinhold D. Will, Bioresonanz-Therapie Dr. Werner Jopp Verlag
Es gibt einige "Studien", die die Nichtwirksamkeit der BRT belegen sollen:
1. Stellungnahme - Bemerkungen eines Physikers zur Bioresonanz F. Cap Allergologie, Jahrgang 18 Nr. 6/1995 S. 253-257
Zu dieser Stellungnahme von Cap ist zu bemerken, dass dieser kein BRT-Gerät hatte, sondern nur eine Bedienungsanleitung. Daraus hat er dann seine Stellungnahme hergeleitet. Oder anders herum, er konnte sich einfach nicht vorstellen, dass es funktioniert.
2. Bioresonanz-Allergietest versus Pricktest und RAST - F. Wantke, K.W. Stanek, M. Götz, R. Jarisch - Allergologie, Jahrgang 16, Nr. 4/1993, S. 144-145
Bei dieser "Studie" hat man das Testen mit einem Biotensor ® (das ist eine Art Einhandrute (Wünschelrute)) dem RAST und Pricktest gegenübergestellt. Das Testen mit dem Biotensor ® hat man dann als Bioresonanztest bezeichnet. Ein BRT-Gerät war bei dieser Testung nicht dabei. Die Wünschelrute hat den Wettstreit verloren. Außerdem ist der Test an Seren durchgeführt worden, das ist mit einem BRT-Gerät nicht möglich.
3. Die vielzitierte "Kofler-Studie":
a. Es hat kein Bioresonanztherapie - Therapeut mitgewirkt.
b. Die für die Testung und Therapie verwendeten Pricktest-Präparate sind für einen EAV-Test und für die BRT-Therapie unbrauchbar.
c. Den EAV-Test muss man erlernen. Bei Ungeübten treten immer Schwierigkeiten bei der Punktfindung, Druckstärke und bei den Hautveränderungen auf.
d. Die Behandlung mit einem Gräserpollenmix ist nur mäßig erfolgreich, es müssen die einzelnen Gräser getestet werden, sie müssen einzeln therapiert werden.
e. Es ist nicht beurteilbar, ob nicht auch noch weitere Pollenallergien vorgelegen haben.
Ich hoffe, dass dieser Beitrag einigermaßen verständlich geworden ist. Bei etwaigen Unklarheiten oder Anregungen, würde ich mich über eine Mail freuen.
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